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Förderverein zur Erhaltung der Kirche Granzin e.V.

Das Dorf Granzin - bereits 1230 urkundlich erwähnt - liegt 3 km östlich der B195 auf halber Strecke zwischen Boizenburg und Zarrentin.
Die Kirche liegt erhöht in westlicher Dorfrandlage. Sie ist umgeben von einem mit Eichen umstandenen parkartig angelegten Friedhof auf dem sich auch das kürzlich renovierte Mausoleum der Familie von Stern befindet.
Die dem hl. Martin geweihte Kirche findet 1335 die erste urkundliche Benennung - die Granziner Kirche untersteht der Diözese Ratzeburg. Dieser erste Kirchenbau wird während der Lübecker Fehde in der 2. Hälfte des 15.  Jahrhunderts zerstört und im Jahr 1505 durch eine schlichte Holzkirche ersetzt.
Mit der Entwicklung zum Kirchdorf erhält Granzin die Zuständigkeit für die Kirchen und Kapellen in Greven, Gallin und Bennin. So wird anstelle der Holzkirche Mitte des 19. Jahrhunderts eine einschiffige Backsteinkirche mit Chor im klassizistischen Stil errichtet.

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Das sehr schlichte geräumige Kirchenschiff mit hohen Wänden ist untergliedert durch je 3 Rund- bogenfenster sowie 2 Rundbogenfenster in der Apsis. Auf der umlaufenden Empore mit Kanzel befindet sich ein für die Orgellandschaft Mecklenburgs wichtiges Instrument: ,,eine Friese I Orgel von 1830/31, die aufgrund ihrer Substanz und hervorragenden Verarbeitung durch Restaurierung und Rekonstruktion auch für spätere Generationen erhalten werden sollte“ so aus dem Text eines Gutachtens. Der Taufstein und der Altar mit einem Gemälde von Rudolph Suhrlandt (1842) sind die einzigen Schmuckelemente, abgesehen von einem Jugendstil Dekor-Fries mit den vier Evangelisten auf dem Wandsockel der Apsis.

Wenn auch zu Beginn der 90-er Jahre eine Dachsa- nierung erfolgte, so sind doch die aus früherer Zeit stammenden Feuchtigkeitsschäden, wie z.B. aufsteigende Risse über den Bögen der Fenster und der Apsis sowie bröckelnder Wand- und Deckenputz im Kirchenraum bedrückend sichtbar.

Getrennt vom Kirchenbau steht ca. 2 m von der Westfront ein freistehender Fachwerkturm. Die in diesem Turm hängenden Bronzeglocken sind von besonderem Interesse. Eine der Glocken trägt eine Signatur des Glockengießers Hinrich van Campen aus dem Jahr 1510. Die zweite Glocke trägt die Jahreszahl 1410 und stammt von Kord von der Heyde. Jede der Glocken hat ein Flachrelief mit biblischem Motiv.

Die nachstehende Listung lässt erkennen, wie umfangreich die zu bewältigenden Aufgaben sind:

Mauerwerk und Dach 
> Statik der Bögen zur Apsis und Fenster
> Beseitigung der Risse über den Bögen   
> Dachundichtigkeiten beseitigen

Kircheninnenraum
> Sanierung der gewölbten Decke des
    Kirchenraums und der Apsis
> Innenputz sanieren
> Orgelsanierung
> Glockeninstandsetzung und elektr. Läutewerk

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WIR ÜBER UNS

Im konfessionell nicht gebundenen Zusammenschluss interessierter und engagierter Anwohner unserer Gemeinde in einem ,,Förderverein“ zeigt sich der Wille, für dieses Baudenkmal Einsatz leisten zu wollen.
Die ev.-luth. Landeskirche Mecklenburg-Vorpommerns begrüßt dieses Engagement, fehlen doch die Mittel, die oft zum bloßen Erhalt der Sakralbauten erforderlich wären.
Da die Kirche Granzin über eine sehr gute Akustik verfügt, könnte hier über das kirchliche Gemeindeleben hinaus eine Stätte kultureller Begegnung und Besinnung in der touristisch belebten Schaalseeregion entstehen.
Unsere dörfliche Gemeinschaft identifiziert sich mit diesem Baudenkmal, das unter der Nummer 819 in der Denkmalliste des Landes Mecklenburg-Vorpommern (Stand 19.12.1966 und 4.11.1997) erfasst ist. So entsteht aus dem Gemeinsinn ein verbindendes Gemeinschaftsgefühl.
Die Fülle der Aufgaben und das damit verbundene hohe Investitionsvolumen veranlassen uns, eine breitere Öffentlichkeit über unsere Ziele zu informieren und an Personen, Firmen, Vereine und Stiftungen heranzutreten und um Unterstützung zu bitten. Jeder ,,Förderer“ ist mit den Möglichkeiten seiner Hilfe, Ideen und Gaben herzlich willkommen.

Ansprechpartner:

Rainer Dommel
Tel. 03 88 43 - 8 26 67

Horst-Heinrich Buck
Tel. 03 88 43 - 2 01 02

 

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